Hinweis: Das Hintergrundbild ist KI-generiert.

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KI-Video erstellen: Werbefilm für 155 € statt 30.000 €

Michael Urban
Michael Urban
CEO & KI-Stratege · NxtLvlOrg
16. Oktober 2026 8 Min.
AIGenerated

Die stumme Fassung kommt von unserem Server. „Mit Ton ansehen" lädt den Vimeo-Player; dabei erhält Vimeo deine IP-Adresse (Datenschutz).

Für einen Kunden habe ich einen Werbefilm erstellt und bin zuerst so vorgegangen, wie man es kennt: Sequenzen einzeln generieren, sichten und von Hand zusammenschneiden. Ohne es zu merken, hatte ich neue Technologie in einen alten Ablauf gesteckt. Für sechs Sekunden Film ging ein kompletter Arbeitstag drauf, und das Ergebnis war dürftig. Natürlich.

Der fertige Spot läuft oben auf dieser Seite, stumm und in Schleife. Mit dem Knopf „Mit Ton ansehen“ startest du ihn mit Musik und Stimme. Schau ihn dir gern zuerst an, der Rest liest sich danach besser.

Ein Fischmarkt, ein Verkäufer und eine passende Pointe

Die Story des Films passt fast zu gut zu meinem eigenen Lernweg. Ein Verkäufer auf dem Hamburger Fischmarkt setzt auf Druck. Er ist laut, er drängt, und die Leute eilen an seinem Stand vorbei. Nach dem Sogverkauf-Konzept der Andreas Hoffmann Akademie lernt er, nach dem Bedarf seiner Kunden zu fragen und eine Beziehung aufzubauen. Auf einmal bleiben die Menschen stehen und wollen bei ihm kaufen.

Beziehung statt Druck als Schlüssel zum Erfolg: Das gilt am Fischstand, und wie sich herausgestellt hat, gilt es auch für den Umgang mit KI.

Mehr Handarbeit macht ein schlechtes Verfahren nicht besser

Mein erster Reflex war der klassische: noch eine Sequenz, noch ein Versuch, noch ein Schnitt. Mehr Handarbeit und der Druck der Uhr haben aber nichts verbessert. Ich habe ein neues Werkzeug benutzt wie ein altes, und es hat mir genau das geliefert, was ein altes Werkzeug liefert.

Also habe ich den Ansatz umgedreht und die komplette Kette automatisiert, von der Generierung der einzelnen Szenen bis zum fertigen Schnitt. Ein Teil blieb dabei bewusst bei mir: das Konzept. Story, Figuren und Tonalität habe ich vorgegeben und so lange geschliffen, bis sie saßen. Erst dann durfte die Maschine loslegen.

Das Muster kennst du vielleicht aus einem anderen Beitrag: In Abheben im Stau geht es darum, warum wir so gern das Bekannte verfeinern, statt vom Ziel her neu zu denken. Beim Werbefilm war ich selbst das beste Beispiel dafür.

So entsteht ein KI-Video heute: vier Schritte

Wer ein KI-Video erstellen möchte, denkt meist zuerst an das Werkzeug. Entscheidend ist die Reihenfolge. So sah mein zweiter, erfolgreicher Anlauf aus:

  1. Konzept festlegen. Geschichte, Figuren, Ort, Stimmung und die eine Botschaft, die hängen bleiben soll. Dieser Schritt bleibt beim Menschen.
  2. Szenen automatisiert erzeugen. Die KI generiert alle Einstellungen nach denselben Vorgaben, damit Figur, Licht und Kleidung über den ganzen Film zusammenpassen.
  3. Schnitt, Musik und Stimme zusammenführen. Auch das läuft als Kette und braucht keine Handarbeit am Zeitstrahl.
  4. Prüfen, nachschärfen, freigeben. Ich schaue mir jede Fassung an, gebe Rückmeldung und entscheide, wann der Film fertig ist. Dazu gehört die sichtbare Kennzeichnung als KI-generiert.

Der Unterschied zum ersten Versuch: Ich habe nicht mehr Szenen gebastelt, sondern ein Verfahren gebaut. Jede weitere Fassung kostet seitdem Minuten statt Stunden.

Human in the Loop: Die Maschine spielt, ich dirigiere

Wer bei KI an Knopfdruck denkt, unterschätzt die Rolle des Menschen. Die Technik spielt jedes Instrument, das man ihr hinlegt. Welches Stück gespielt wird, in welchem Tempo und mit welcher Wirkung beim Publikum, entscheidet der Dirigent.

Human in the Loop ist für mich deshalb kein Pflichthaken, den man aus Vorsicht setzt. Es ist genau die Stelle, an der Qualität entsteht. Die Automatisierung hat mir den Schnitt abgenommen, das Denken blieb bei mir. Und gerade weil ich die Fleißarbeit los war, hatte ich endlich Zeit für das, was ein Werbevideo wirklich trägt: eine Geschichte, bei der Menschen stehen bleiben.

Was ein Werbevideo kostet: gedreht oder generiert

Zur Einordnung habe ich nachgerechnet, was genau dieser Spot klassisch gedreht kosten würde. Grundlage ist, was im Film zu sehen ist: gut eine Minute Laufzeit, ein Marktstand am Hamburger Hafen, eine Regen- und eine Sonnenstimmung, ein Hauptdarsteller mit Text, zwei Nebenrollen, eine Menschenmenge mit Schirmen und eine Endtafel mit dem Buch. Gerechnet ist mit Marktpreisen 2026, netto, und mit Nutzungsrechten für ein Jahr online in Deutschland.

Posten Gedreht Mit KI generiert
Konzept, Drehbuch, Storyboard 2.000 bis 4.000 € eigene Arbeit
Vorproduktion: Casting, Motivsuche, Drehgenehmigung, Produktionsleitung 2.000 bis 4.000 € entfällt
Zwei Drehtage mit Crew und Technik (Regen- und Sonnenstimmung) 6.000 bis 12.000 € entfällt
Regenanlage und Wasserwagen 800 bis 2.000 € entfällt
Hauptdarsteller, zwei Drehtage plus Buyout 2.500 bis 6.000 € entfällt
Zwei Nebenrollen plus Buyout 1.500 bis 4.000 € entfällt
Rund 20 Komparsen an zwei Drehtagen 5.000 bis 8.000 € entfällt
Marktstand, Fisch, Requisite, Kostüm, Maske 2.000 bis 5.000 € entfällt
Catering, Transport, Versicherung 1.500 bis 3.000 € entfällt
Schnitt, Farbkorrektur, Tonmischung, Endtafel 3.500 bis 8.000 € in der Kette enthalten
Musiklizenz und Sprecher 600 bis 3.000 € in der Kette enthalten
Summe rund 27.000 bis 59.000 € 155 €

Selbst eine schlanke Fassung mit nur einem Drehtag, Sonne statt Regen und einer Handvoll Komparsen landet noch bei 15.000 bis 20.000 Euro. Die größten Posten sind die Drehtage, die Menschen vor der Kamera und deren Nutzungsrechte, also genau das, was bei der KI-Fassung entfällt.

Die Generierung meines Videos hat 155 Euro gekostet, und ein ordentlicher Teil davon war Lehrgeld aus dem ersten, manuellen Anlauf. Beim nächsten Spot liegt es bei rund hundert Euro. Was du mit dem Verfahren selbst produzieren kannst, steht auf der Seite Werbemittel mit KI produzieren.

Ich bin weder Grafikdesigner noch Künstler. Wer genau hinsieht, findet kleine Fehler. Trotzdem spielt das Ergebnis in einer anderen Liga, beim Preis und bei der Geschwindigkeit, mit der aus einer Idee ein sichtbares Ergebnis wird. Andreas Hoffmann hat es auf den Punkt gebracht: „80 Prozent gleich ist besser als 100 Prozent nie.“

Für Unternehmen mit begrenztem Budget verschiebt das die Frage von „Können wir uns ein Video leisten?“ zu „Welche Geschichte wollen wir erzählen?“. Und für den Preis einer gedrehten Idee testest du fünf und lässt die Klicks entscheiden, welche trägt.

KI-Video kennzeichnen: offen zeigen, wie es entstanden ist

Der Film trägt sichtbar den Hinweis „AI generated“, und auch hier auf der Seite ist er als KI-generiert markiert. Das ist mir wichtig, weil Vertrauen genau dort entsteht, wo man offen zeigt, wie etwas gemacht ist. Was der EU AI Act bei Bildern, Videos und Texten konkret verlangt, erklärt die Seite KI-Kennzeichnungspflicht.

Dasselbe Muster sehe ich in Unternehmen

In den Organisationen, mit denen ich arbeite, begegnet mir dieses Muster ständig. Ein neues Tool wird eingeführt und in den bestehenden Ablauf geschraubt. Die Abstimmungsschleifen bleiben, die Übergaben bleiben, die Freigaben bleiben. Dann wundern sich alle, warum die KI keinen Mehrwert bringt, obwohl die Lizenzen bezahlt sind.

Das liegt selten an der Technologie. Es liegt daran, dass niemand den Prozess neu gedacht und die Rolle des Menschen neu beschrieben hat. Wer KI produktiv einsetzen will, braucht beides: den Mut, Abläufe von Grund auf neu zu bauen, und Menschen, die als Dirigenten Verantwortung für das Ergebnis übernehmen.

Neue Technologie im alten Prozess bringt alte Ergebnisse. Den Unterschied macht der Dirigent.

Selbst lernen, wie so ein Video entsteht

Wo steckt bei dir neue Technologie noch im alten Prozess fest? Wenn du lernen möchtest, wie so ein Video entsteht und wie du den Prozess selbst aufbaust, findest du hier den passenden Einstieg:

Alle Formate finden im Heidekrug in Alsdorf statt, vor Ort oder remote. Lieber erst kurz sprechen? Eine Nachricht an mich genügt. Ich zeige dir gern, wie der Weg vom Konzept bis zum fertigen Schnitt aussieht.

Häufige Fragen zum KI-Video

Was kostet ein KI-Werbevideo?

Mein Spot hat in der Generierung 155 Euro gekostet, inklusive Lehrgeld aus dem ersten Versuch. Mit eingespieltem Ablauf liegt ein vergleichbarer Spot bei rund hundert Euro. Klassisch gedreht kostet derselbe Film mit Darstellern, Komparsen und zwei Drehtagen nach Marktpreisen 2026 rund 27.000 bis 59.000 Euro, eine schlanke Fassung 15.000 bis 20.000 Euro.

Brauche ich Vorkenntnisse, um ein Video mit KI zu erstellen?

Nein. Du brauchst eine Geschichte, eine klare Botschaft und die Bereitschaft, Ergebnisse kritisch zu prüfen. Den Ablauf lernst du am eigenen Projekt, Schritt für Schritt.

Was bedeutet Human in the Loop bei KI-Videos?

Der Mensch bleibt an den entscheidenden Stellen im Prozess: Er legt Konzept und Botschaft fest, prüft jede Fassung und gibt frei. Die KI übernimmt die Fleißarbeit dazwischen.

Muss ich ein KI-Video kennzeichnen?

Das hängt davon ab, was das Video zeigt und wo du es veröffentlichst. Ich empfehle, KI-generierte Videos immer sichtbar zu kennzeichnen. Die Details erklärt die Seite KI-Kennzeichnungspflicht.


Quellen zur Kostenschätzung

Michael Urban · Digital Horizon Architect · CEO NxtLvlOrg UG · People · Technology · Growth

Lichtbildgestalter: NxtLvlOrg UG mit künstlicher Intelligenz.

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